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Weihnachtskarten 2015

Auf dem Weg

Auf den ersten Blick eine klassische „Flucht nach Ägypten“: Im Bildzentrum ziehen Maria und Josef mit dem neugeborenen Jesuskind in Begleitung des Esels nach Ägypten. Ein kunsthistorisch tradiertes Bildmotiv, das Julia Rickermann in einer für sie untypisch Kanon getreuer Art und Weise komponiert. So klassisch die Komposition so ungewöhnlich ist die Farbgestaltung. Kein nachtdunkler Himmel umgibt die flüchtenden Figuren, vielmehr sind sie von einer gewaltigen Farbexplosion umgeben. Zunächst denkt man an einen Regenbogen. Die gewohnt schemenhaft angelegten Gestalten ziehen vom dunklen Rot zu den hellen, zugleich farbstarken Orange-Gelb-Tönen. Über dem Geschehen leuchtet am linken oberen Bildrand der Stern. Den dunkelroten Bildteil, ein Sinnbild für Gefahr, haben die drei Protagonisten, bereits überwunden, sie sind schon im hoffnungsfrohen Grün angekommen. Die Assoziation mit dem tradierten Bildmotiv der „Flucht nach Ägypten“ wählte Julia Rickermann mit Absicht. Das Bild ist ihre künstlerische Auseinandersetzung mit der aktuellen Flüchtlingssituation. Ein auffallend anders gestaltetes Weihnachtsbild. „Auf dem Weg“ läßt viele Interpretationen zu.

© Martina Lohaus-Selmer

Maria Lactans

Der erste Blick fällt auf das Bildzentrum: eine Mutter mit Kind – vertieft in den innigen Moment des Stillens. Die stillende Frau im Bild ist Maria mit dem Jesuskind. Ikonografisch nennt man dieses Bildmotiv „Maria lactans“, die lateinische Bezeichnung für stillende Maria. Der Bildtypus steht als Zeichen der tiefen Menschlichkeit des kleinen Jesuskindes.
Komponiert sind die beiden Figuren aus vielen Blautönen wie sie nicht vielfältiger sein könnten: helles und dunkler Blau, Blaugrün, Türkis, Aquamarinblau, ein violett anmutendes Blau … Sie alle umgeben und formen die beiden Gestalten. Die beiden, Mutter und Kind, verschmelzen beinahe mit der sie umgebenden Nacht. Maria hält das Jesuskind im  Arm, das an ihrer entblößten Brust trinkt. Ein Moment größtmöglicher Nähe und Innigkeit. Über ihr ein weitschweifiger Stern – selbst er noch in hellen Blaunuancen angelegt – als Zeichen des göttlichen Geschehens. Alles bildet eine Einheit. Ein Bild voller Schutz, Geborgenheit und inniger Liebe.

© Martina Lohaus-Selmer

 

Heilige Familie

Selbstverständlich sind auch noch die Weihnachtsmotive aus dem Vorjahr als Karten beziehbar...

Kunstdoppelkarte „Christus bereitet und den Weg“, 2014

In Zusammenarbeit mit der KFD Hl. Geist, Emsdetten, wurde 2014 eine weihnachtliche Kunstdoppelkarte gestaltet. Das vorgegebene Thema lautete „Brücke“.
Die künstlerische Umsetzung sehen Sie hier:

 „Christus bereitet uns den Weg“

Die Weihnachtskarte von Julia Rickermann zeigt kein alltägliches Weihnachtsmotiv - weder motivisch noch farblich. Dennoch sind klassische Weihnachtsmotive enthalten, so die Krippe und der über alles leuchtende Stern. Dazwischen „steht“ Christus – die Brücke, die uns den Weg weisen wird, die wir betreten dürfen, das Bindeglied zwischen den Sphären des Menschlichen und des Göttlichen.

Christus – lesbar und interpretierbar zugleich als Brücke wie auch als Kreuz – erscheint uns in der Bildmitte, beinahe überdimensional. Er erstrahlt in hellen Farben, die zugleich an einen Regenbogen erinnern. Der Stern oben rechts nimmt diese Farbigkeit auf. Im unteren Bildbereich steht die Krippe, zugleich Versinnbildlichung des weltlichen Geschehens. Christus´ ausgebreitete Arme verbinden die Welt mit dem Himmlischen, Göttlichen. Dabei wirkt Christus wie eine Brücke. Diese ist auf zwei Arten zu beschreiten: In die eine Richtung ermöglicht sie uns den Weg zu Gott, in die andere Richtung bereitet sie Christus den Weg in die Welt, zur Krippe. Die Wahl der Farben ist bewusst. Die Regenbogenfarben sollen eine versöhnliche Aussagekraft haben. Nach der Sintflut schickte Gott den Regenbogen, Zeichen der Versöhnung. Versöhnen heißt, wieder zusammen zu kommen, wieder eins zu sein. Christus hilft uns dabei. Betreten wir vertrauensvoll die Brücke (= Christus), so spüren wir hoffentlich die Liebe, die uns tragen wird.

Vor allem durch die angedeutete Kreuzeshaltung Christi verweist das Bild in eine weitere Dimension, nämlich auf die Geschehnisse rund um Karfreitag und Ostern, wenn Christus sich für uns am Kreuz opfern wird – ein kleiner Ausblick über Weihnachten hinaus.

© Martina Lohaus-Selmer

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Titelbild Pfarrmagazin Weihnachten 2014, Emsdetten

 

"Heilige Familie"

Das Titelbild des Pfarrbriefes zeigt ein klassisches Familienbild: Mutter, Vater und ein neugeborenes Kind - ein Bild voller Innigkeit, Zuneigung und familiärer Nähe. Eine Momentaufnahme, die viele Paare, die sich über die Geburt eines Kindes freuen, kennen und nachfühlen werden.

Mit weichen, fließenden Formen, zugleich kräftigen Farben hält die Künstlerin diesen Moment fest. Die Aquarellfarben ermöglichen und verstärken den Moment der zärtlichen Zuneigung durch das Ineinanderfließen der Farben.

Die Protagonisten der Szene, die hl. Familie, sind eindeutig zu erkennen: Maria in Blau, Josef in Rot und Jesus in Gelb. Zugleich ist das Bild aber auch so abstrakt wie möglich gehalten, was dem Betrachter großen Spielraum für eigene Gedanken und Interpretationen läßt. Die Heilige Familie ist eingebettet in einen Kreis, der die Farben der Figuren wieder aufnimmt und so die Komposition abrundet. Der Kreis als Symbol für die Einheit, für das Absolute, Vollkommene und damit Göttliche. Die Ganzheit spiegelt sich auch in der Wahl der drei Grundfarben Rot, Blau und Gelb wider.

© Martina Lohaus-Selmer

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Weihnachtskarten 2014

Entwurf von Weihnachtskarten für Firmen in Zusammenarbeit mit der Galerie Chlodwig Selmer

 

"Gnade der Erkenntnis"

 

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